Tiny Startups in Corona-Zeiten

Unternehmensgründungen machen auch vor Corona nicht halt! Das Gründungsgeschehen entwickelt sich in 2020 positiv.

Schweizer Gründungsgeschehen

In der Schweiz sind im ersten Quartal 2020 11'358 Unternehmen neu an den Start gegangen. Das sind  gerade einmal 1.9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Laut dem IFJ Institut für Jungunternehmen wurde vor allem in den Bereichen Architektur und Ingenieurwesen, Marketing und Kommunikation, Beratung, Handwerk und Dienstleistungen gegründet.

Im 2. Quartal 2020 gründeten 11’413 Firmen, was einem Minus von 5.3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (CRIF AG). Das ist vor allem auf die Lockdown-Monate April und Mai zurückzuführen. Im Juni 2020 wurde gegenüber dem Vorjahr ein neuer Rekord mit 4’486 Firmenneugründungen verzeichnet, was im Vergleich einem Zuwachs von 24 Prozent entspricht.

Deutsches Gründungsgeschehen

In Deutschland sieht die Situation gemäss dem statistischen Bundesamt etwas anders aus. Während 2019 die Zahl der Existenzgründungen auf 605.000 gestiegen war, also 58.000 Personen mehr als im Jahr zuvor eine Existenz gründeten, wurde im ersten Quartal 2020 ein Minus neu gegründeter Kleinunternehmen von 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Der Anteil der Nebenerwerbsgründungen war jedoch 2019 wie im ersten Quartal vergleichsweise hoch (KfW Gründungsmonitor). Nebenerwerbsangebote werden grösstenteils im Dienstleistungsbereich gegründet, überproportional im B2C-Bereich. Häufig als Möglichkeit, sich vorderhand mit einem neuen Konzept am Markt zu positionieren und bei Erfolg Vollzeit einzusteigen.  

Das zweite Quartal 2020 sieht, laut der Startup-Zentren in Berlin und München, wieder positiver aus. So lassen sich Start-ups von der Krise durchaus inspirieren und gründen verstärkt in den Bereichen Software, Medizin, E-Commerce und Lebensmittel (Entwicklung und Handel).

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